Das Projekt

Das Projekt “Sowjetisches Erbe” ist ganz schnell erklärt. Es widmet sich einer vergangenen, fast fünf Jahrzehnte dauernden Epoche: Vom Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 bis zum endgültigen Abzug der sowjetischen bzw. russischen Armee aus Deutschland nach der Wiedervereinigung in den 1990er Jahren.

Wir verstehen uns als Ausflugsführer, der bekannte und weniger bekannte Orte beschreibt und dazu einladen soll, sich selbst auf Entdeckungsreise zu begeben.

Wir sind gleichzeitig auch eine Dokumentationsseite, auf der diese einmalige Geschichte festgehalten werden soll. Daher liegt uns besonders viel an den kleinen Geschichten und Anekdoten, die viele Menschen in der Region zu berichten haben. Diese machen die Geschichte erst lebendig und helfen dabei, diese außergewöhnliche Zeit besser zu verstehen.

Wir freuen uns auf euer Feedback und eure Beiträge!

 

Wer sind wir?

Sowjetisches Erbe ist ein Gemeinschaftsprojekt von Berlins Taiga und dem Potsdamer Fotografen Joachim Liebe

 

Joachim Liebe, geb. 1955 in Potsdam, wendete sich nach einer Ausbildung zum Elektriker Mitte der 1970er Jahre der Fotografie zu. Von 1987 bis 1990 studierte er Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam. Seit 1990 ist er als selbständiger Fotograf für zahlreiche Printmedien und Stiftungen tätig. Daneben arbeitet er an eigenen Projekten und Reportagen.
Liebes Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Für seine Arbeiten wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Preis der Internationalen Barnack-Biennale (1996 und 1999) und der Fotojournalisten-Preis des Landes Brandenburg (2000). 1995/96 war Liebe Stipendiat der Käthe-Dorsch-Stiftung. Im Jahr 2014 erhielt er ein Aufenhaltsstipendium für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Joachim Liebe lebt und arbeitet in Potsdam.

 

Veröffentlichungen:

 

Joachim Liebe
Vergessene Sieger
Jahre danach

160 S., geb., 220 x 270 mm, Farb- und s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-489-8

Erschienen: März 2015

Deutscher Fotobuchpreis: Nominiert 2016

Auf den Spuren der Sowjetarmee in Ostdeutschland – was war, was ist geblieben

Zwischen 1991 und 1994 zog die damalige russische Besatzungsmacht mehr als 500.000 Menschen samt Material aus dem Gebiet der früheren DDR ab. Am 25. Juni 1994 wurden sie mit einer Militärparade in Berlin offiziell verabschiedet.
Joachim Liebe hat den Abzug mit seiner Kamera festgehalten. Er war in den Kasernen und porträtierte Soldaten und Offiziere, und er dokumentierte Jahre später, was von der Roten Armee geblieben ist – leer stehende Gebäude, verwitternde Propagandaplakate, aber auch bis heute gepflegte und besuchte Grabmale auf den Militärfriedhöfen. Mit seinen Fotografien „von symbolischer Bedeutung und Anmutung“ (T. O. Immisch) hält er ein Stück Zeitgeschichte fest und gibt so den „vergessenen Siegern“ über den Nationalsozialismus ein Gesicht, das überdauern kann.
Mit Beiträgen von Gunther Butzmann (Leiter der kommunalen Friedhöfe in der Landeshauptstadt Potsdam), T.O. Immisch (Kurator für Photographie an der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle), Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst) und von Friedrich Schorlemmer (Theologe und DDR-Bürgerrechtler).

 

LIEBE, JOACHIM: Wende. Wandel. Wiedersehen: 20 Jahre danach. Koehler & Amelang Verlag, Leipzig 2009. 128 S., 19,90 €.

 

 

Berlins Taiga ist ein 2017 gegründetes Unternehmen, dass sich als erster touristischer Anbieter überhaupt auf Touren zum sowjetischen Erbe in der Region Berlin und Brandenburg spezialisiert. Momentan bietet Berlins Taiga Stadtführungen in Berlin und Potsdam an. Berlins Taiga ist auch bei Facebook und Instagram vertreten.