Das sowjetische Krankenhaus in Beelitz-Heilstätten

Das größte Krankenhaus der Sowjetunion außerhalb der UdSSR befand sich südwestlich von Berlin in Brandenburg. Durch die permanente Präsenz von rund einer halben Million sowjetischen Militärangehörigen wurde natürlich auch entsprechende Infrastruktur benötigt.

Da ein Großteil der Armee südlich von Berlin stationiert war, bot sich die ehemaligen Lungenheilanstalten in Beelitz-Heilstätten an. An der Schwelle zum 20.Jahrhundert errichtet, wurden die Heistätten zur Bekämpfung der grassierenden Tuberkulose in der Milionenmetropole Berlin vor den Toren der Stadt errichtet. Nach 1945 wurde das riesige Areal von der Roten Armee besetzt und zum Sperrgebiet erklärt. Das moderne Krankenhaus versorgte jedoch nicht nur die in Deutschland stationierten Sowjetsoldaten. Während des sowjetischen Krieges in Afghanistan in den 1980er Jahren wurden auch Patienten aus Afghanistan nach Beelitz gebracht, denn es war eines der modernsten sowjetischen Krankenhäuser überhaupt.

Während der Wendezeit flüchteten das ehemalige Staatsoberhaupt der DDR Erich Honecker und seine Frau Margot zunächst nach Beelitz-Heilstätten, um dann von hier aus nach Moskau auszureisen.

Ein Teil des Areals ist heute begehbar. Dort befindet sich ein Baumwipfelpfad, von dem die verlassenen, historischen Gebäude der Heilstätten aus luftiger Höhe betrachtet werden können.

Infobox

Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten

Str. nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz

Anreise:

Mit der Regionalbahn RE7 bis Beelitz-Heilstätten, von dort ca. 5-10 Minuten zu Fuß oder Bus 643 (Potsdam-Hbf. - Busendorf) bis Haltestelle "Pförtnerhaus"

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 10:00 - 19:00 Uhr

November, Dezember: Wochenende 10:00 - 16:00 Uhr

Der Baumkronenpfad ist an allen Feiertagen geöffnet.

Letzter Einlass eine Stunde vor Feierabend.

Web:

Baumkronenpfad Beelitz Heilstätten



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